Belegstelle Müritzhof

Aus der Geschichte des Warener Imkervereins, der vermutlich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts (etwa zwischen 1860 – 1880) gegründet wurde, sind uns nur wenige Fakten bekannt.

Dankender Weise können wir auf den Brief des Imkers P. Hellus vom 05.02.1963 zurück greifen, der hierin seine Erinnerungen an die Vereinstätigkeit der Imker in Waren und Umgebung aufzeichnete. Seit 1908 gehörte er dem Imkerverein Penzlin an. Andere Imker waren im Imkerverein Sommerstorf organisiert, der als Vorläufer des Warener Imkervereins gilt.

Mit seinem Wechsel zum Sommerstorf – Warener Imkerverein Mitte der dreißiger Jahre wurde P. Hellus erst als Stellvertreter und ab 1938 zum Vorsitzenden gewählt. Diese Tätigkeit übte er bis 1945 aus.

Schon im Jahr 1936 wurden die Imker des Landes Mecklenburg zur Landesimkertagung nach Waren eingeladen, wo für sie solche Aufgaben wie Wanderung zur Hebung der Erträge, Seuchenbekämpfung, Förderung der Bienenweide, Ausbildung von Jungimkern und Belegstellen für Königinnen im Vordergrund standen.

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges kam es 1945 zur Neubildung des Warener Imkervereins. Zum Vorsitzenden wurde damals Imker Suhr gewählt. Von 1952 – 1963 übernahm der Imker Wilhelms den Vorsitz.

Erste statistische Aufzeichnungen über Mitgliederzahlen und Bienenvölker liegen uns aus dem Jahr 1951 vor. Zu dem Zeitpunkt gehörten dem Imkerverein Waren 84 Mitglieder an, die 1191 Völker betreuten.

1961 wurde die Belegstelle in Müritzhof eröffnet, die 1973 ihre staatliche Anerkennung erhielt.

Die höchste Mitgliederzahl (191) erreichte der Verein 1961 und die höchste Völkerzahl (3368) 1960.

Laut Statistik gehörten dem Imkerverein Waren (Müritz) e. V. 1994 infolge der Wende nur noch 26 Mitglieder mit 235 Völkern an. Durch die engagierte Arbeit des damaligen Vorstandes unter Leitung von H. Birkholz wurde die Vereinsarbeit zu diesem Zeitpunkt wieder aktiviert.

Die Belegstelle „Müritzhof“ wird jetzt als Carnica-Rassebelegstelle betrieben.

Zurzeit werden jährlich zwischen 100 und 300 Königinnen zur Begattung angeliefert. Die Begattungserfolge liegen je nach Wetterbedingungen zwischen 72% und 86%.